Mit einfachsten Mitteln einen Winter im Wald wohnen war das Ziel. Zum Schlafen ist dabei diese kleine Hütte entstanden. Etwas mehr als ein Monat blieb beim Baustart, vor dem ersten Schnee, und das hat gerade so gereicht.
Ausser einer kleinen, mit Kies gefüllten Entwässerungsrinne unter der Wand gibt es kein Fundament. Das Gerüst sind Haselruten, zu einem Gewölbe gebogen, ähnlich wie bei einer Schwitzhütte, nur etwas höher. In dieses Gerüst wurden viele dünnere Ruten geflochten, unten noch regelmässig, im Dach immer mehr durcheinander. Dabei konnten auch die Stengel des Adlerfarns, der sonst überall gut als Dämmung und fürs weiche Bett diente, verwendet werden. Die Wände wurden dann zwischen diesem Geflecht und zusätzlichen in den Boden getriebenen Stangen und Quer gelegten Tannenästen einfach mit Laub aufgefüllt. Auch das Dach ist mit Laub gedämmt und darüber mit Rindestücken und selbst gmachten Holzschindeln eine wasserdichte Schicht aufgebaut.
Bauzeit: 20 Tage
Anzahl Personen: 1
Materialkosten: 10 CHF
Grundfläche: ca 10m2
Zum Heizen habe ich hier einen offenen Kamin mit Schornstein gebaut, aus Steinen und Strohlehm. Darin konnte ich auch mal Wasser aufkochen zum Duschen oder für eine warme Suppe. Warm wurde es auch, solange das Feuer brannte. Weil aber der Strohlehm-Ofen die Wärme wenig speichert und das Laub im Dach doch recht lose und zu dünn war, wurde es jeweils sehr schnell wieder kälter, sobald das Feuer aus war. Ein Lehmputz würde da wohl Wunder wirken.
Die Tür aus Haselruten und dann mit Adlerfarn umflochten war erstaunlich leicht, dicht und mit einem Scharnier aus Fichtenwurzeln sogar richtig leicht zu bedienen.






